Kulissenschieber Schwaz
 

Mikro-Theater

Kulissenschieber Schwaz

Unser Mikro-Theater bringt szenisch aufgebaute Witze. Damit der Witz nicht seinen Witz verliert, ist Kürze in den Dialogen das oberste Gebot. Auch der szenische Aufbau muss sehr zurückhaltend erfolgen, damit das Mikro-Theater ohne großen Aufwand z.B. als Pausenfüller gespielt werden kann.

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Hier unser Mikro-Theater 2011/09 *)

Gewinnmaximierung

Personen:

  • Herr Müller-Lüdenscheid und Gattin beim Besuch eines noblen Restaurants

  • Kellner

Bühne:

  • Tisch im Restaurant, zwei Sessel

Requisiten:

  • Speiseservice, Gläser, Getränke

  • vornehm gedeckt, mit Tischtuch, Serviette, Kerzenleuchter usw.

Kostüme:

  • Restaurantgäste: Ausgehkleidung

  • Kellner: Anzug

Szene:

Frau Müller-Lüdenscheid plaudert mit ihrem Mann. Plötzlich bemerkt sie etwas: "Klaus-Georg, Hast du das gesehen? Unser Kellner hat einen Löffel in seiner Brusttasche stecken."

Herr Müller-Lüdenscheid: "Tatsächlich! Und die anderen Kellner haben das auch. Sieht ja ulkig aus. Weißt du was, Siegfriede, wir fragen ihn einfach."

Er winkt den Kellner zu sich. "Sagen Sie, meine Frau hat gerade bemerkt, dass Sie und Ihre Kollegen einen Löffel in der Brusttasche stecken haben. Ist das das neue Markenzeichen Ihres Hauses?"

Kellner: "Nun, wissen Sie, die Leitung des Hauses hat eine Beratungsagentur beauftragt, Möglichkeiten zur Ertragsmaximierung herauszufinden. Dieses Unternehmen hat nach einigen Wochen statistischer Untersuchung festgestellt, dass der Löffel mit 73,4 % das Besteckteil ist, das am häufigsten vom Tisch zu Boden fällt. Das ergibt durchschnittlich 3 Löffel pro Stunde. Wenn unser Personal dafür gerüstet ist, können wir den Extraweg zur Küche sparen und das Haus gewinnt dadurch 1,45 Mannarbeitsstunden pro Tag."

Metallisches Klappern: Am Nachbartisch war ein Löffel auf den Boden gefallen. Der Kellner tauschte sofort den Löffel mit dem in seiner Hemdtasche aus und sagte zu Müller-Lüdenscheids: "Sehen Sie, ich werde den Löffel bei meinem nächsten Weg zur Küche austauschen, anstatt extra dorthin zu gehen!"

Müller-Lüdenscheids zeigen sich ehrlich beeindruckt und sprechen leise miteinander. Plötzlich winkt Herr Müller-Lüdenscheid nochmals dem Kellner, welcher herbeieilt. "Mir ist da noch etwas aufgefallen. Sie haben alle beim Hosenschlitz eine dünne Schnur heraushängen. Ist das etwa auch so eine Neuerung?"

Kellner: "Sie sind ein guter Beobachter, mein Herr. Es ist tatsächlich so. Das Beratungsunternehmen hat herausgefunden, dass wir auch auf der Toilette Zeit sparen können."

Herr Müller-Lüdenscheid: "Und wie soll das gehen?"

Kellner: "Ja, sehen Sie, indem wir uns die Schnur um den... Sie wissen schon, binden, können wir ihn, ohne die Hände zu benutzen, herausziehen und dadurch 69,2 % der Zeit einsparen, weil wir unsere Hände nicht waschen müssen! Sie sehen, diese Leute sind  wirklich gut!"

Herr Müller-Lüdenscheid: "o.K., das verstehe ich, das ist eine wirklich verblüffende Idee. Aber eine Frage: Wenn die Schnur dazu da ist, ihn herauszuziehen, wie bekommen Sie ihn dann wieder hinein?"

Der Kellner beugt sich zu Müller-Lüdenscheid und sagt mit gedämpfter Stimme: "Nun, ich weiß ja nicht, wie meine Kollegen das machen, aber ich nehme einfach den Löffel dazu!"

Vorhang.

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*) Das Mikro-Theater erscheint seit 2010/01. Hier die Archivbeiträge: